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Psychotherapie bei Hochsensibilität: Begleitung in Wien & online

Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass Sie „zu sensibel“ sind? Oder Sie nehmen selbst wahr, dass Sie stärker auf Reize reagieren als andere? Geräusche, Stimmungen oder Anforderungen können schnell überwältigend wirken?

Was bedeutet Hochsensibilität?

Hochsensibilität beschreibt eine erhöhte Empfindsamkeit gegenüber inneren und äußeren Reizen. Fachlich spricht man von einer „höheren sensorischen Verarbeitungssensitivität“.

Das bedeutet, dass das Gehirn Reize intensiver und detaillierter als bei anderen Menschen verarbeitet. Wichtig ist dabei: Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern eine Persönlichkeitseigenschaft.

Was ist der Unterschied zwischen Hochsensibilität und Hypersensibilität? 

Viele Menschen verwenden die Begriffe Hochsensibilität und Hypersensibilität synonym, doch es gibt einen wichtigen Unterschied: Hochsensibilität ist eine angeborene Veranlagung. Hochsensible Menschen nehmen ihre Umwelt intensiver wahr, verarbeiten Eindrücke tiefer und verfügen oft über ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. 

Hypersensibilität hingegen bezeichnet eher einen Zustand erhöhter Empfindlichkeit, der vorübergehend auftreten kann, zum Beispiel durch Stress, Überforderung oder belastende Erfahrungen. 

Hochsensibilität ist ein Persönlichkeitsmerkmal, während Hypersensibilität etwas ist, das sich im Laufe des Lebens verändern kann.

Wie zeigt sich Hochsensibilität im Alltag?

Erleben sie als hochsensibler Mensch ihren Alltag intensiver als andere? Kennen sie das? 

Zum Beispiel:

  • mehrere Reize gleichzeitig können sie schnell überfordern 
  • Geräusche, Licht oder Berührungen nehmen sie stärker wahr 
  • emotionale Stimmungen anderer spüren sie sehr deutlich 
  • ihr Innenleben ist oft sehr lebendig und vielschichtig 

Ein typisches Beispiel: Straßenlärm, Gespräche, grelles Licht und körperliche Reize wie zum Beispiel kratzige Kleidung auf der Haut treffen gleichzeitig aufeinander und werden als zu viel erlebt. Auch emotionale Eindrücke können stark wirken. Manche beschreiben es so, als würden alle „Kanäle“ gleichzeitig offen sein.

Hochsensibel? Sie sind nicht alleine!

Hochsensibilität ist keine Seltenheit. Schätzungen zufolge sind etwa 3 bis 20 Prozent der Menschen hochsensibel.

Viele Betroffene berichten von:

  • schneller Überreizung 
  • innerer Anspannung 
  • Rückzugstendenzen 
  • Unsicherheit oder Selbstzweifeln 
  • erhöhter Stressanfälligkeit 

Studien zeigen außerdem, dass hochsensible Menschen aufgrund ihrer erhöhten Verletzbarkeit häufiger unter psychischen Belastungen wie Angst, Depression oder Schlafproblemen leiden können.

Dabei ist Hochsensibilität keine Schwäche, sondern eine besondere Art die Welt wahrzunehmen. Aber sie kann unter bestimmten Umständen belastend werden.

Warum Hochsensibilität oft als Belastung erlebt wird

Viele hochsensible Menschen versuchen, sich an eine Umwelt anzupassen, die nicht auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Sie funktionieren weiter, obwohl sie eigentlich eine Pause bräuchten. Sie übergehen ihre Grenzen oder bewerten sich selbst als „zu empfindlich“. Dadurch entsteht zusätzlicher Druck und die Überforderung verstärkt sich.

Wie kann Psychotherapie bei Hypersensibilität helfen?

Psychotherapie kann dabei unterstützen, einen besseren Umgang mit Hochsensibilität zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, weniger sensibel zu werden, sondern

Sie können lernen: 

  • ...die eigene Wahrnehmung besser zu verstehen 
  • ...Reizüberflutung frühzeitig zu erkennen 
  • ...Strategien zur Abgrenzung zu entwickeln 
  • ...den Umgang mit intensiven Emotionen zu verbessern 
  • ...das eigene Selbstbild zu stärken 

Ein wichtiger erster Schritt ist, die eigene Sensibilität nicht mehr als „Fehler“ zu sehen.

Psychotherapie bei Hochsensibilität in Wien & online

In meiner Praxis in Wien sowie online begleite ich Menschen dabei, ihre Hochsensibilität besser zu verstehen und einen stabileren Umgang damit zu entwickeln.

Hilfreiche Strategien können zum Beispiel sein:

  • bewusste Reizreduktion im Alltag 
  • regelmäßige Rückzugszeiten 
  • achtsamer Umgang mit den eigenen Ressourcen 
  • klare Abgrenzung gegenüber anderen 
  • Entspannung und Regulation des Nervensystems 

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiederfinden und sich Unterstützung wünschen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.